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Mein Name ist Torsten und ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit Online Datensicherung. Auf www.online-backup-info.de findest du Informationen und Testberichte von Online Backup Anbietern.

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Kategorie: Testbericht, Online Backup, CrashPlan Online Backup

CrashPlan Online Backup vorgestellt

13. Januar 2011
Mit CrashPlan kann man einfach eine Online Datensicherung auf mehrere eigene Computer oder auch die Computer von Freunden durchführen. Die Sicherung ist kostenlos und verschlüsselt.



Die Software für CrashPlan ist in Java geschrieben und somit plattformübergreifend lauffähig. Es ist also eine Online Datensicherung die unter Windows, MacOS und auch unter Linux gut funktioniert.

Tarife

Sehr interessant finde ich das Tarifmodell von CrashPlan.

Zum einen gibt es die kostenlose Version. Damit ist es möglich die Sicherung auf eigene Computer an anderen Orten, auf die Computer von Freunden und auch auf lokal angeschlossene Festplatten (zB USB-Festplatte) durchzuführen. Eine Sicherung auf die Server von CrashPlan ist damit nicht möglich.

Im Modell CrashPlan+ erfolgt die Sicherung zusätzlich auf die Server von CrashPlan. Dieser Tarif ist nur für die private Nutzung erlaubt. Ich habe mich dort nicht angemeldet, deswegen kann ich dazu keine Erfahrungen beisteuern. Allerdings sind die Preise sehr attraktiv. Es gibt hier drei verschiedene Preisstufen. Für 1,50 Dollar/Monat bekommt man 10 Gigabyte für die Sicherung eines Computers. Mit 6 Dollar kann man alle Computer im Haus ohne Speicherlimit im Online Backup sichern. Alles bei einer Vertragslaufzeit von 4 Jahren.

Das dritte Modell CrashPlan PRO richtet sich an Firmenkunden. Bei CrashPlan PRO gibt es eine lange Liste mit Funktionen des Businesstarifs. Ich habe allerdings nirgens gefunden, ob man Serversysteme zuverlässig damit sichern kann. Eine einfache Dateisicherung reicht für das Online Backup von SQL-Servern oft nicht aus. Diesen Tarif schaue ich mir also nicht näher an.

Anmeldung / Installation

Nach Download und Installation der Software für das eigene Betriebssystem erfolgt die Registrierung direkt im Programm.

Auch für den kostenlosen Account CrashPlan muss man sich beim Anbieter anmelden. Das ist notwendig, da eine Sicherung bei Freunden ansonsten nicht funktionieren kann. Crashplan verwaltet also die Verbindungsparameter.

Positiv fällt hier auf, dass CrashPlan keine unnötigen Kontaktinformationen abfragt. Eine E-Mail Adresse und ein Name reicht vollkommen aus.

Programmfunktionen

Das Programm besteht aus zwei Programmteilen. Zum einen ein Serverdienst der permanent im Hintergrund läuft und sich um die Sicherung kümmert. Zum Anderen die grafische Oberfläche welche sich mit dem Server über einen Netzwerkport verbindet und die Konfigurationen vornimmt.

Es ist also auch möglich, den Server und Konfigurationsclient auf verschiedenen Computern laufen zu lassen.

Neben der dateibasierten, inkrementellen, komprimierten und verschlüsselten Online Datensicherung hat das Programm weitere nette Funktionen.

So kann man die Zeiten einschränken in welchen andere Computer auf den eigenen Rechner eine Sicherung durchführen können. Wenn man am Computer arbeitet kann man die Ressourcen für das Backup automatisch begrenzen, damit flüssiges Arbeiten möglich bleibt. Verschiedene Einstellungen für Statusmeldungen per E-Mail können ebenfalls vorgenommen werden.

Das Backup kann beliebig oft laufen. Als Standardwert sind 15 Minuten eingestellt. Somit hat man immer eine sehr aktuelle Datensicherung vorrätig (Continuous Backup).

Man kann sehr fein einstellen welche alten Dateiversionen man behalten möchte. Zum Beispiel alle Änderungen der letzten Woche und davor nur eine Version pro Tag.

Neben Datendeduplizierung können auch offene Dateien gesichert werden. Ich bin aber nicht sicher, ob das ein Feature ist. Bei der Sicherung von offenen Dateien ohne den Einsatz eines Snapshot-Systems kann es immer zu Datenmüll kommen.

Bei den Netzwerkeinstellungen kann man noch die Datenrate für die Sicherung und die Wiederherstellung begrenzen. Das ist wichtig, da ansonsten durch ein Online Backup der komplette Upload einer Internetverbindung belegt wird. Paralleles Arbeiten wird dadurch stark behindert.

Für die kostenlose Version CrashPlan wird bei der Verschlüsselung ein 128-Bit Blowfish Algorithmus verwendet. Für die kostenpflichtige Version kann man auf 448-Bit umstellen.

Was mir fehlt ist eine Snapshot Sicherung. Es ist nicht möglich alle Dateien zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederherzustellen. Wenn man alte Daten sucht, dann muss man alle Dateien einzeln zusammensuchen. Das finde ich extrem unpraktisch.

CrashPlan

Die kostenlose Version CrashPlan kann auf lokale Festplatten, auf eigene andere Computer und auf Computer von Freunden sichern.

Für die Sicherung auf eigenen Computern muss man auf dem zweiten Computer CrashPlan installieren und die gleichen Zugangsdaten eingeben. Unter Ziele -> Computer wird dann der neue Computer mit angezeigt. Man kann somit zum Beispiel eine gegenseitige Online Sicherung zwischen Heimcomputer und Arbeitsplatzrechner einrichten.

Für eine Sicherung bei Freunden muss immer erst der Freund eine Einladung verschicken. Dann erscheint der Computer des Freundes automatisch im CrashPlan Programm.

Die Verbindung zwischen den Computern erfolgt per NAT-Traversal. Es ist also nicht notwendig irgendwelche Router-Konfigurationen vorzunehmen um das NAT-Problem zu umgehen. Das ist sehr praktisch, da es die Anwendung für "normale" Computerbenutzer überhaupt erst möglich macht.

CrashPlan+

Bei CrashPlan+ kann man sich im CrashPlan Rechenzentrum Speicherplatz für die Online Datensicherung kaufen. Für wenig Geld bekommt man hier unbegrenzten Speicherplatz für einen oder mehrere Computer. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Seite des Herstellers.

Den CrashPlan+ Online Speicher kann man parallel zu der lokalen Sicherung oder der Sicherung bei Freunden verwenden. Somit kann man die Sicherheit nochmal zusätzlich erhöhen.

CrashPlan PRO

Den Business-Account von CrashPlan habe ich mir nicht näher angeschaut. Ich habe nirgens gefunden ob man damit auch Serversysteme (Exchange, SQL-Server, ...) sichern kann. Laut Website sieht es so aus, als ob nur eine dateibasierte Sicherung durchgeführt werden kann.

Sicherheit

In der Standardinstallation wird für die Verschlüsselung der Daten wieder nur das Benutzerpasswort verwendet. Das Benutzerpasswort ist aber bei CrashPlan gespeichert. Man sollte unbedingt für die Verschlüsselung einen eigenen Key verwenden.

Den Schlüssel kann man im CrashPlan Programm unter Einstellungen -> Sicherheit -> "Durch Ihren eigenen Datenschlüssel ersetzen" einstellen. Hier auch unbedingt ein ausreichend langes Passwort verwenden. Bei Verlust ist eine Wiederherstellung unmöglich.

Fazit

Besonders das Tarifmodell finde ich sehr spannend. Man kann einfach mit der kostenlosen Version von CrashPlan starten und kennt sich somit schon im Programm aus. Wenn einem die Sicherung bei Freunden nicht gefällt oder zu unsicher erscheint, dann kann man einfach Online Speicher bei CrashPlan kaufen.

In unserer Anbieter-Liste hat sich ein Anbieter CrashPlan PRO mit Sitz in Niederlande angemeldet. Ob dieser Anbieter die gleiche Firma wie CrashPlan.com ist, oder ob es sich um einen Lizenznehmer handelt konnte ich nicht herausfinden. Mit CrashPlan-pro.de kann man aber eine Online Datensicherung in Deutschland auswählen. Bei crachplan.com gibt es diese Option nicht.

Bei CrashPlan kann man lokale und Online Datensicherung in einem Programm erledigen. Das scheint einfacher und übersichtlicher. Ich sehe hier aber das Problem, dass man sich dann komplett auf ein einziges Programm verlässt. Ich würde trotzdem zusätzlich noch eine unabhängige Datensicherung verwenden. Entweder manuelle Sicherung auf externe Festplatte oder ein zusätzliches Sicherungsprogramm.

Bei der Recherche für diesen Artikel habe ich gesehen, dass gestern ein Artikel für die Verwendung von CrashPlan unter MacOS veröffentlicht wurde. Da der Artikel auch ausführlich ist und ein paar mehr Bilder hat wird er verlinkt.

Weitere Informationen zu CrashPlan finden Sie in unserem Testbericht zu CrashPlan Online Backup


Nachtrag 20.Jan 2011: Nachdem mein 30 Tage Testzeitraum bei CrashPlan abgelaufen ist haben sich einige Funktionen im Programm verändert. Natürlich kann ich nur noch in lokale Ordner sichern.

  • Es ist plötzlich nur noch möglich eine Datensicherung alle 24 Stunden durchzuführen. Auch manuell kann man das Backup nicht häufiger starten. Ich meine im Testzeitraum gab es diese Einschränkung nicht.

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